Pflegeversicherung

Die 1995 eingeführte Soziale Pflegeversicherung ist neben der Gesetzlichen Renten-, Kranken-, Unfall- und der Arbeitslosenversicherung der jüngste der fünf Zweige der deutschen gesetzlichen Sozialversicherungen. Sie deckt nur einen Teil des Pflegerisikos und der Pflegekosten ab und wird paritätisch aus Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträgen finanziert. Seit 2008 liegen die Beiträge bei je 0,975 Prozent des Bruttolohns. Kinderlose ArbeitnehmerInnen zahlen außerdem weitere 0,25 Prozent Beitragssatz. Zwar sind die Beitragssätze paritätisch verteilt – allerdings wurde zur Finanzierung der Pflegeversicherung 1995 der Buß- und Bettag als gesetzlicher Feiertag abgeschafft, so dass ArbeitnehmerInnen mit einem zusätzlichen Arbeitstag überdurchschnittlich zur Finanzierung beitragen. Nur in Sachsen besteht der Buß- und Bettag weiter als gesetzlicher Feiertag, deshalb ist dort der Beitragssatz für ArbeitnehmerInnen höher.