Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 125 - 22.06.2015

DGB-Kreisverband HSK: Missbrauch von Werkverträgen und Leiharbeit muss beendet werden

Der DGB fordert klare gesetzliche Kriterien, um den Missbrauch von Werkverträgen und Leiharbeit zu beenden. „Wir müssen echte von falschen Werkverträgen wirksam unterscheiden können“, sagt Wolfgang Zeh, DGB-Kreisverbandsvorsitzender im Hochsauerlandkreis.

Oft seien Werkvertrags-Beschäftigte in die organisatorischen Abläufe des Betriebs eingebunden. Das sei ein klarer Hinweis darauf, dass die Arbeit nicht autonom erbracht wird. Ein anderes Kriterium für den Missbrauch von Werkverträgen sei, wenn die gleichen Arbeiten von Stamm- wie von Werkvertrags-Beschäftigten erledigt werden.

Zur Leiharbeit fordert Zeh: „Sie muss eine vorübergehende Angelegenheit sein und darf keine gute Arbeit verdrängen.“ Die Unsitte, Arbeitsplätze immer wieder neu mit Leiharbeitskräften zu besetzen, sei „Missbrauch mit System“. „Spätestens nach 18 Monaten müssen die Leute übernommen werden“, so Zeh. Für die Bezahlung müsse gelten: Gleiches Geld für gleiche Arbeit. Zudem müsse die Position der Betriebsräte gestärkt werden. „Wir brauchen eine Informationspflicht des Arbeitgebers. Die Betriebsräte müssen wissen, wie viele Personen von Fremdfirmen im Betrieb beschäftigt sind und diese auch im Rahmen der Mitbestimmung vertreten. Wir erwarten, dass sich die Bundestagsabgeordneten der Region dafür einsetzen, das entsprechende gesetzliche Regelungen noch in dieser Legislaturperiode in Angriff genommen werden“, fordert Wolfgang Zeh.

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