Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 127 - 16.09.2015
DGB Südwestfalen und seine Mitgliedsgewerkschaften zeigen in Berlin Flagge

Breites Bündnis für gerechten Welthandel

„TTIP & CETA stoppen! Für einen gerechten Welthandel!“ Dafür gehen der DGB und seine Gewerkschaften, Umwelt- und Verbraucherschutzverbände, kulturelle und kirchliche Organisationen sowie politische Parteien mit vereinten Kräften auf die Straße. Bei der bundesweiten Großdemonstration am 10. Oktober in Berlin zeigen auch die DGB-Region Südwestfalen und die hiesigen Mitgliedsgewerkschaften IG Metall, ver.di, IG BCE, IG BAU, NGG, EVG, GdP und GEW Flagge. Sie organisieren eine Fahrt mit Bussen in die Hauptstadt und rufen alle Gewerkschaftsmitglieder der Region auf, dort ein kraftvolles Zeichen zu setzen. „Wir werden deutlich machen, dass gesellschaftliche Errungenschaften wie Umweltschutz, Verbraucherschutz und ArbeitnehmerInnenrechte unverhandelbar sind“, betont DGB-Regionsgeschäftsführer Werner Leis.

Der Termin der Großdemo ist nicht zufällig gewählt, denn die Auseinandersetzung um die Handels- und Investitionsabkommen TTIP und CETA zwischen der EU und den USA bzw. Kanada geht jetzt in die heiße Phase. Diese Abkommen drohen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu untergraben und auszuhebeln, befürchtet der DGB. „Wir brauchen soziale und ökologische Leitplanken für die Globalisierung. Doch TTIP und CETA gehen in die falsche Richtung: Der ‚Wert‘ des Freihandels wird über die Werte ökologischer und sozialer Regeln gestellt“, schreibt das breite Bündnis, das die Demo für einen gerechten Welthandel organisiert, auf seiner Homepage www.ttip-demo.de. Dort, bei der DGB-Region Südwestfalen auf www.suedwestfalen.dgb.de und bei den hiesigen Einzelgewerkschaften gibt es weitere Informationen. Mitglieder der südwestfälischen DGB-Gewerkschaften können sich bis zum 30. September bei ihrer Gewerkschaft anmelden.

Die Gewerkschaften, Verbände und Institutionen fordern statt TTIP und CETA eine Handels- und Investitionspolitik mit hohen ökologischen und sozialen Standards. Nötig seien internationale Abkommen mit unter anderem folgenden Zielsetzungen: Arbeitsstandards nach den Normen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), mehr kulturelle Vielfalt und öffentliche Bildungsangebote, bäuerliche und nachhaltige Landwirtschaft, weniger Macht für Konzerne und Finanzmarkt-Akteure, globale Ausrichtung statt Ausgrenzung der Mehrheit der Menschen sowie transparente und offene Verhandlungen.

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