Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 009/2017 - 22.03.2017
Gewerkschaftsjugend bot Berufskollegschülern Podiumsdiskussion im Superwahljahr

Warum wählen? Politikunterricht ganz anschaulich

Warum sollte ich wählen gehen? Welche Partei vertritt am ehesten meine Positionen? Damit gerade junge Leute gute Antworten auf diese Fragen finden, bot die Jugend der IG Metall Siegen und der DGB-Region Südwestfalen gestern am Berufskolleg Technik in Siegen mit einer Podiumsdiskussion zwei Stunden Politikunterricht der anschaulichen Art.

Fast 500 Schülerinnen und Schüler verfolgten in der Aula ihrer Schule die Statements der Politiker. Moderator Sebastian Schreiber vom Ortsjugendausschuss der IG Metall Siegen befragte Bundestagskandidat Heiko Becker (SPD), die Landtagskandidaten Björn Eckhardt (Grüne), Manuela Rohde (FDP) und Melanie Becker (Linke) sowie den Kreisvorsitzenden der Jungen Union, Benedikt Büdenbender.

Unter dem Motto „Standards setzen! Für ein junges NRW" hatte die Gewerkschaftsjugend die Schwerpunkte auf Bildung, die Förderung von Vielfalt, um dem Rechtsruck zu begegnen, und die Landtagswahl im Mai gelegt. „Unsere Jugend hat die Veranstaltung intensiv vorbereitet", lobte IG Metall-Jugendsekretärin Jasmin Delfino das Organisationsteam: „Von Politikverdrossenheit kann keine Rede sein." DGB-Jugendbildungsreferentin Mina Schellschläger ergänzte: „Das gilt auch für die Schüler des Berufskollegs, die starkes politisches Interesse zeigten."

Das spiegelte sich in vielen Statements sowie politischen Fragen, Forderungen und Kritikpunkten zu einer großen thematischen Bandbreite. So ging es um praktische Belange wie das kostenlose Azubi-Ticket und die Ausstattung der Schulen, aber auch um politisch Grundsätzliches wie Integration und die politische Kultur. „Müsste, sollte – das will keiner mehr hören", forderte ein Schüler von den Politikern Taten statt Worte. Zum Beispiel sollten kleine Unternehmen bei der Ausbildung stärker in die Pflicht genommen werden. Die gemeinsame Sprache, mehr miteinander sprechen – das sei das A und O, appellierte der Schülersprecher an alle.

Es zeigten sich deutliche Überschneidungen mit den gewerkschaftlichen Forderungen, etwa der nach einer besseren Ausstattung der Schulen, auch vor dem Hintergrund der Digitalisierung, oder nach mehr Bildungsgerechtigkeit und Durchlässigkeit im System – dem widersprachen auch die Politiker nicht. Differenzen hingegen gibt es bei der Ausbildungsplatzgarantie, der Zulassung dual Ausgebildeter zu den Unis und der Novellierung des Berufsbildungsgesetzes.

In der gestrigen Veranstaltung ging es jedoch vor allem darum, die Schüler dabei zu unterstützen, am Wahltag politisch mündig und verantwortlich zu entscheiden. Auf die Frage ‚Warum wählen?‘ hatte Julien Fleckinger von der Gewerkschaftsjugend schon anfangs eine wichtige von vielen Antworten gegeben: „Für die Demokratie. Und gegen einen Rechtsruck in NRW."

Gewerkschaftsjugend bot Berufskollegschülern Podiumsdiskussion im Superwahljahr

Gewerkschaftsjugend bot Berufskollegschülern Podiumsdiskussion im Superwahljahr DGB-Region Südwestfalen

Gewerkschaftsjugend bot Berufskollegschülern Podiumsdiskussion im Superwahljahr

Gewerkschaftsjugend bot Berufskollegschülern Podiumsdiskussion im Superwahljahr DGB-Region Südwestfalen

Gewerkschaftsjugend bot Berufskollegschülern Podiumsdiskussion im Superwahljahr

Gewerkschaftsjugend bot Berufskollegschülern Podiumsdiskussion im Superwahljahr DGB-Region Südwestfalen


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