Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 066 - 02.04.2013

DGB Hochsauerlandkreis gegen Missbrauch von Werkverträgen

In allen Branchen boomen zurzeit die Werkverträge. Das bedeutet, immer mehr Unternehmen übertragen zentrale Aufgaben an Subunternehmen. Diese werden dann pro sogenanntem Werk bezahlt, beispielsweise pro Palette an Waren, die ein Mitarbeiter ins Regal geräumt hat. Diese Entwicklung ist auch im HSK zu erkennen, wobei anzunehmen ist, dass die Dunkelziffer sehr hoch ist. „Werkvertragsbeschäftigte sind gegenüber der Stammbelegschaft und selbst gegenüber den Leiharbeitnehmern stark benachteiligt“, berichtet Wolfgang Zeh, Vorsitzender des heimischen DGB. Sie seien keine Mitarbeiter des Betriebes, dürften nicht an Betriebsversammlungen teilnehmen und müssten oftmals andere Arbeitskleidung tragen. Arbeitgeber versuchten, mit Werkvertragsbeschäftigten die Kosten noch weiter zu senken, so Zeh weiter. Ursache ist insbesondere die Einführung eines Mindestlohns bei der Leiharbeit, die eigentlich insbesondere im Handel das Unterlaufen des Flächentarifvertrages ein Ende setzen sollte. Ebenfalls werden die Mitbestimmungsrechte von Betriebsräten bei der Einstellung und bei der Gestaltung von Arbeitszeiten unterlaufen und ausgehebelt. Der DGB im HSK sieht hier sehr deutliche soziale Ungerechtigkeiten und wird die Parteien noch vor der Bundestagswahl auffordern, diese neue Art des Lohndumpings durch gesetzliche Maßnahmen zu unterbinden.

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