Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 014 - 15.02.2012

Gemeinsamer Aufruf zur Schweigeminute am 23.2.2012 (Kreis Olpe)

Stephan Stracke, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes für den Kreis Olpe und Georg Keppeler, Kreisvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes rufen gemeinsam zur Schweigeminute am 23.02.2012 auf.

Im November 2011 wurde die Mordserie einer Nazibande aufgedeckt, die bei vielen Menschen Entsetzen und Empörung verursachte. Arbeitgeber und Gewerkschaften erklären sich mit den Gewaltopfern solidarisch.

Am 23.02.2012 findet in Berlin eine zentrale Gedenkfeier für die Opfer der Mordserie statt. Der Staatsakt der obersten Verfassungsorgane soll ein Signal des Zusammenhalts der Gesellschaft und ein Zeichen gegen jede Fremdenfeindlichkeit und Gewalt setzen.

Deutscher Gewerkschaftsbund und Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände rufen gemeinsam für den gleichen Tag um 12.00 Uhr zu einer Schweigeminute in den Betrieben und Verwaltungen auf.

Alle Menschen im Kreis Olpe sind aufgefordert, egal wo sie sich gerade aufhalten, für eine Minute der Opfer zu gedenken.

Im gemeinsamen Aufruf der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Gedenken an die Opfer rechtsextremischer Gewalt heißt es u.a.:

Die von rechtsextremistischen Gewalttätern verübten Morde, Raubüberfälle und Anschläge erfüllen die Menschen in Deutschland mit Abscheu und Entsetzen. Wir trauern um die Opfer. Unser Mitgefühl gilt den Familien und Freunden, die geliebte Menschen verloren haben. Wir sind tief betroffen, dass nach den Erfahrungen der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland diese entsetzlichen Verbrechen geschehen konnten.

Arbeitgeber und Gewerkschaften treten gemeinsam ein für ein Deutschland, in dem Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus keinen Platz haben.

In den Unternehmen in Deutschland ist zwischen den Beschäftigten ethnische und kulturelle Vielfalt gelebte Realität. Die Betriebe geben zahlreiche Beispiele für erfolgreiche Integration, Respekt und Toleranz. Wir stehen daher gemeinsam in der Pflicht, rechtsextremem Gedankengut entschieden entgegenzutreten.

Im stillen Gedenken an die Opfer soll ein kraftvolles Zeichen gesetzt werden:

ein Zeichen der Trauer und des Mitgefühls mit den Opfern, ihren Familien und Freunden,

ein Zeichen der Verurteilung von Fremdenhass, Rassismus und rechtsextremer Gewalt,

ein Zeichen für die Vielfalt und Offenheit Deutschlands.

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