Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 040/2016 - 16.12.2016

Langzeitarbeitslosigkeit abbauen

DGB freut sich über positive Meldungen zum Jahresende aus der Region und aus NRW

Siegen-Wittgensteins DGB-Chef, Ingo Degenhardt, freut sich über zwei aktuelle Meldungen zum Thema Langzeitarbeitslosigkeit. „Gute Nachrichten gilt es zu kommentieren und zu unterstreichen", sagt Degenhardt und bezieht sich zum einen auf eine Aussage vom Geschäftsführer der Siegerländer Metallindustriellen, Dr. Thorsten Doublet. Bei der Vorstellung der jüngsten Konjunkturumfrage hatte Dr. Doublet davon gesprochen, dass auch das Kontingent der Langzeitarbeitslosen mehr ins Blickfeld der Industrie gerückt sei. Die Menschen in den Arbeitsmarkt zurückzubringen ist zwar sehr kostenintensiv, aber wohl machbar. Diese Aussage ist beim DGB gut angekommen. Für den Gewerkschafter steht auch außer Frage, dass sich die Wirtschaft hier bewegen muss, wenn sie dem Fachkräftemangel begegnen will. Degenhardt meint: „Langzeitarbeitslose dürften nicht nur eine Chance in öffentlicher, geförderter und sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung bekommen. Zu einem merklichen Abbau von verfestigter Arbeitslosigkeit ist auch ein echtes Engagement der Industrie und des Handwerks notwendig. Hier gibt es auch eine Verantwortung."

Auch freut sich Degenhardt über die in den NRW-Landeshaushalt für 2017 und 2018 eingestellten finanziellen Mittel für einen neuen sozialen Arbeitsmarkt. Hiervon können bis zu 300.000 Langzeitarbeitslose profitieren. „Das ist ein wirklich gutes Signal zum Jahresende für all diejenigen, die seit vielen Jahren vom Arbeitsmarkt abgehängt sind. Die Arbeitsstellen, die bei den Kommunen geschaffen werden können, sind zudem unbefristet und werden nach Tarif bezahlt. Das halte ich für einen großen Erfolg", sagt der Gewerkschafter.

Trotz eines Sinkens der Langzeitarbeitslosigkeit in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe, liegt die absolute Zahl mit 3.903 im November 2016 und mit über 30 Prozent am Gesamtbestand der Arbeitslosen immer noch auf einem hohen Niveau. Degenhardt: „Angesichts dieser Zahl sind noch enorme Anstrengungen und viele gute Initiativen notwendig. Ich hoffe, dass wir am Ende des kommenden Jahres einiges erreicht und viele langzeitarbeitslose Menschen in den Arbeitsmarkt und in ‚Gute Arbeit‘ haben integrieren können."

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