Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 134 - 01.12.2015

DGB-Region Südwestfalen: Ingo Degenhardt neuer DGB-Regionsgeschäftsführer

Ingo Degenhardt hat am 1. Dezember seinen Dienst in Siegen in der DGB-Geschäftsstelle in der Donnerscheidstraße angetreten

Zuvor hatte ihn der Bezirksvorstand des DGB-Bezirks Nordrhein-Westfalen am Freitag, 6. November 2015 einstimmig zum Regionsgeschäftsführer der DGB-Region Südwestfalen mit Sitz in Siegen gewählt, unmittelbar nach dem altersbedingten Ausscheiden von Werner Leis aus dem Amt. Seit über zwanzig Jahren hatte der Gewerkschafter sein Büro im Bonner DGB-Haus. Von dort aus machte der gebürtige Thüringer Politik für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis. Einige Jahre war er auch für den Kreis Oberberg verantwortlich. Nun ist er für die DGB-Region Südwestfalen, welche die Kreise Siegen-Wittgenstein, den Kreis Olpe und den Hochsauerlandkreis umfasst, zuständig.

Degenhardt war seit Januar 1995 beim Deutschen Gewerkschaftsbund in Bonn tätig und von 2006 bis 2009 bereits Vorsitzender der damaligen DGB-Region Bonn/Rhein-Sieg/Oberberg. Nach der Gründung der DGB-Region Köln-Bonn im Jahr 2009 leitete er die DGB-Geschäftsstelle in der Bundesstadt und ist seit 2010 im Ehrenamt Vorsitzender des DGB-Kreisverbandes Bonn/Rhein-Sieg und in allen wichtigen Politikfeldern unterwegs.

„Ich bin gespannt auf das was mich erwartet und freue mich nun Aufgaben in den wichtigen Politikfeldern dieser Region übernehmen zu können und die örtlichen Akteure kennenzulernen. Persönliche Kontakte sind mir wichtig. Wie in Bonn/Rhein-Sieg ist auch in Südwestfalen der DGB an allen wesentlichen Strukturen präsent, und unsere Meinung ist stets gefragt – das soll auch in Zukunft so bleiben“, so Ingo Degenhardt.

Degenhardt möchte im Bereich der beruflichen Bildung, des regionalen Übergangsmanagements und in der Arbeitsmarktpolitik aktiv werden und wird den Vorsitz in vielen regionalen Gremien übernehmen, genau wie sein Vorgänger Werner Leis. Netzwerkarbeit ist dem Gewerkschafter besonders wichtig und hier soll vor Ort die gute Arbeit weiterhin aufrechterhalten und ausgebaut werden.
An zwei Daten in seiner bisherigen Tätigkeitszeit kann sich Degenhardt noch ganz genau erinnern. Zum einen an den 12. Juli 2008. Damals hatten Neonazis einen Aufmarsch in Bonn-Duisdorf vor der Bundesprüfstelle für Jugendgefährdende Medien angemeldet. Hier hatte er die Gegendemonstration mit 2.500 Teilnehmern mit organisiert und verantwortet. Und vier Jahre später, als erneut Neonazis und autonome Nationalisten wiederum Bonn als ihren Aufmarschort wählten - und das am 1. Mai, dem Tag der Arbeit - schmiedete der Gewerkschafter unter dem Titel „Bonn bleibt bunt“ ein sehr breites gesellschaftliches Bündnis, mit Kirchen, Parteien, Verbänden, Organisationen bis hin zu Arbeitgebervereinigungen. Degenhardt: „Das waren damals große Herausforderungen, die es zu meistern galt und ich danke noch heute den vielen Unterstützern für ihr großartiges und persönliches Engagement.“ An seinem neuen Dienstort möchte er deshalb das „Siegener Bündnis für Demokratie“ bei seinen Aktivitäten, wie der am 16.12.2015 geplanten „GehDenken“-Veranstaltung in gleicher Weise unterstützen.

Der 49-Jährige freut sich also auf die neue Aufgabe im Sieger- und Sauerland und kennt bereits einen Teil der Region. Von 1993 bis 1994 war er Gewerkschaftssekretär im damaligen DGB-Kreis Olpe. „Ja, ich bin neugierig auf etwas Neues und in Siegen sind viele Ideen im Bereich des Übergangs Schule/Beruf entstanden, zum Beispiel das „Haus der Berufsvorbereitung“, welches wir damals auch für unsere Region übernommen haben. Ich freue mich auf die neue Aufgabe in der DGB-Region Südwestfalen und auf die Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften vor Ort und allen regionalen Akteuren“, sagt Degenhardt.


Zur Person

Ingo Degenhardt wurde am 5. Oktober 1966 in Leinefelde/Thüringen geboren. Er ist katholisch, verheiratet und hat drei erwachsene Söhne. 1983 erlernte er den Beruf des Werkzeugmachers. Nach der „Wende“ absolvierte Degenhardt eine Umschulung zum Organisationssekretär/Sozialreferent im Kath.-Sozialen Institut der Erzdiözese Köln in Bad Honnef, der sich eine Ausbildung zum DGB-Gewerkschaftssekretär u. a. in Bonn anschloss. Nach einjähriger Berufstätigkeit beim DGB in Olpe, war er seit Januar 1995 als Gewerkschaftssekretär in Bonn tätig, war von 2006 bis 2009 Regionsvorsitzender der DGB-Region Bonn/Rhein-Sieg/Oberberg und ist seit 2010 Vorsitzender des DGB-Kreisverbandes Bonn/Rhein-Sieg.

Ingo Degenhardt neuer DGB-Regionsgeschäftsführer Südwestfalen

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