Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 023/2017 - 20.07.2017

Diskussion über Personal in den Polizeibehörden

DGB-Südwestfalen fordert sondertopografische Schlüsselzuweisung beim Personal

Nun ist das Thema „innere Sicherheit" nicht gerade das Schwerpunktthema für den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Da aber der aktuelle Erlass aus dem NRW-Innenministerium zu den neuerlichen Personalplänen intensiv diskutiert wird, meldet sich der Geschäftsführer der DGB-Region Südwestfalen, Ingo Degenhardt, zu Wort. „Mehr Polizei auf der Straße", heißt es u.a. im Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung. „Jedem muss doch klar sein, dass das nicht von heute auf morgen geht und neu eingestellte zunächst ausgebildet werden müssen. Für den Moment sehe ich nicht mehr Personal auf der Straße", sagt Degenhardt. Jedoch verlieren die Kreise HSK, Olpe und Siegen-Wittgenstein in den aktuellen Überlegungen. Der südwestfälische DGB setzt sich dafür ein, dass gerade ländliche Polizeibehörden gestärkt werden. „Das muss auch ein besonderes Anliegen unserer Landtagsabgeordneten sein, wo doch die innere Sicherheit im Wahlkampf einen solch großen Raum eingenommen hat", so Ingo Degenhardt.

Der Gewerkschafter fordert zudem eine sondertopografische Schlüsselzuweisung beim Polizeipersonal für Südwestfalen. Bisher bemisst sich der Personalschlüssel ausschließlich an Hand der Kriminalstatistik und der Verkehrsstatistik. Zudem ist der Hochsauerlandkreis mit einer Fläche von knapp 2.000 Quadratkilometern der größte Flächenkreis in NRW. Degenhardt: „Ich glaube hier muss sich grundlegend etwas ändern. Die unbefriedigende Personalsituation geht den Kolleginnen und Kollegen im Sauerland, im Siegerland und in Wittgenstein an die Substanz. Eine vernünftige Personalpolitik, orientiert an die örtlichen Gegebenheiten, scheint seit langem überfällig."

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