Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 01/2017 - 10.01.2017

Gesetzlicher Mindestlohn jetzt 8,84 Euro - Positive Effekte halten an

Seit dem 1. Januar 2017 ist der gesetzliche Mindestlohn angehoben: Er steigt von 8,50 auf 8,84 Euro pro Stunde. „Der höhere Mindestlohn kommt Millionen Geringverdienerinnen und -verdienern zu Gute. Sie werden bei einer Vollzeitstelle monatlich zirka 55 Euro mehr in der Tasche haben", so DGB-Kreisverbandsvorsitzender Wolfgang Zeh. "Mit der Entwicklung bei den Un- und Angelernten liegen wir deutlich über dem Schnitt der Lohnerhöhungen im Jahr 2016. Jeder Cent Mindestlohn mehr bedeutet 50 Millionen Euro mehr Kaufkraft pro Jahr." Der höhere gesetzliche Mindestlohn hat auch Auswirkungen auf die Arbeitszeiten bei Minijobs: Um die Grenze der geringfügigen Beschäftigung von 450 Euro nicht zu überschreiten, müssen ab heute maximal 50,9 Stunden monatlich gearbeitet werden. 

„Die positiven Effekte des Mindestlohnes auf Verdienst- und Beschäftigtenentwicklung halten an", so Wolfgang Zeh, „insbesondere in Dienstleistungsbranchen und für Frauen." Damit der Mindestlohn auch überall ankomme, seien wirksame Kontrollen nach wie vor wichtig, auch in kleineren Betrieben. 

Eine aktuelle DGB-Auswertung neuer Zahlen des Statistischen Bundesamts belegt die positiven Effekte: So sind die Verdienste bei Un- und Angelernten seit Einführung des Mindestlohns bis Ende des 3. Quartals 2016 bundesweit um 4,0 Prozent gestiegen. Frauen profitieren bundesweit mit einem Plus von 3,9 Prozent. Stark stiegen die Verdienste im Gastgewerbe, Kunst, Unterhaltung und Erholung und Verkehr und Lagerei. 

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten stieg bundesweit um 4,2 Prozent. Besonderen Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung hat das Gastgewerbe mit 12,7 Prozent – eine Branche, in der der Mindestlohn besonders relevant ist.

 

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