Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 026/2016 - 23.06.2016

Gute Arbeit als regionales Markenzeichen

DGB: Südwestfalen gemeinsam zukunftssicher machen

Nachdem sich die SPD-Südwestfalen zum vorliegenden Entwurf des Papiers „Leitvision Südwestfalen 2030“ öffentlich geäußert hat, meldet sich nun auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zu Wort. „Ja, ich kenne das Papier und habe den Entwurf als positiven Ansatz begrüßt, jedoch direkt, wie von der SPD nun kritisiert, auf die einseitig ausgerichtete Formulierung‚ Entwicklung einer Arbeitgebermarke Südwestfalen‘ hingewiesen“, betont der Geschäftsführer der DGB-Region Südwestfalen, Ingo Degenhardt, zuständig für die Kreise Siegen-Wittgenstein, Olpe und den HSK. Der Gewerkschafter verwies in einer regionalen Ausschusssitzung bereits auf die aussagekräftige Formulierung im regionalen Entwicklungskonzept für den Kreis Siegen-Wittgenstein, wo von einer „Region der Guten Arbeit“ die Rede ist. Degenhardt: „Ich habe das Papier zur Beratung in unsere Kreisvorstände im HSK, in Olpe und in Siegen-Wittgenstein hineingegeben sowie in die DGB-Strukturen in den Kreis Soest und in den Märkischen Kreis. Unsere gemeinsame Stellungnahme werden wir der Südwestfalenagentur dann mitteilen. Gute Arbeit muss zum regionalen Markenzeichen werden.“ Beim DGB ist man überzeugt, dass die Endversion der Leitvision die Handschrift aller regionalen Akteure tragen wird. „Nur gemeinsam werden wir die gesamte Region nach vorn bringen und für die Zukunft gut aufstellen“, so der Chef der DGB-Region Südwestfalen. Aktuell bereitet dem DGB eine Modellrechnung des Statistischen Landesamtes große Sorgen. Demnach erwartet Südwestfalen bis 2040 ein dramatischer Rückgang an Erwerbstätigen von bis zu 30 Prozent. „Dieses alarmierende Signal sollte unsere Zusammenarbeit in der Region noch enger werden lassen. Wir brauchen zweifelsohne ein verbessertes Image über die Grenzen Südwestfalens hinweg, müssen uns aber auch noch stärker um vorhandene Ressourcen und Potenziale kümmern“, betont Ingo Degenhardt. Potenziale sieht der Gewerkschafter u.a. in der Steigerung der Frauenerwerbsquote, der Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Arbeit (auch in Teilzeit), dem stärkeren Werben für die duale Ausbildung und ein generelles Zurückdrängen von prekärer Beschäftigung. In einer landesweiten DGB-Initiative „NRW 2020“ gehen die DGB-ewerkschaften - unter Beteiligung von Wissenschaftlern - davon aus, dass bis ins Jahr 2020 landesweit 500.000 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse geschaffen werden können. Das käme einem Anstieg von 7,9 Prozent gleich. Nach DGB-Berechnungen bedeutet dies ein Mehr an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen im Raum Südwestfalen von über 40.000. (Soest: + 8.289; Siegen-Wittgenstein + 8.683; Olpe + 4.248; HSK + 7.744; Märkischer Kreis + 12.226)

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