Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 025/2019 - 07.10.2019

Macht es jetzt! Richtig und für Alle!

Gewerkschaftsjugend war für Verbesserungen in der beruflichen Bildung unterwegs

Letzten Samstag gingen junge Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen der DGB-Jugend Siegen-Wittgenstein gemeinsam auf die Straße - beziehungsweise auf die Siegbrücke. Unter dem Motto „Macht es jetzt! Richtig und für Alle“ haben die Jugendlichen aus den verschiedenen DGB-Gewerkschaften auf die Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und ihre diesbezüglichen Forderungen aufmerksam gemacht. Hintergrund ist, dass diese Forderungen bisher keinen Eingang in den aktuellen Gesetzesentwurf des BBiG, dem zentralen Gesetz für die duale Ausbildung in Deutschland, gefunden haben. „Es kann nicht sein, dass Studierende in praxisintegrierten dualen Studiengängen nicht in den Geltungsbereich des BBiG fallen. Es müssen die gleichen Schutz- und Qualitätsstandards gelten wie für Auszubildende.“ so Svenja Thelen, Jugendbildungsreferentin für die DGB-Region Südwestfalen. Auch dürfe die Möglichkeit der freien Auswahl des Ausbildungsberufs nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen, sagt Mats Kapteina, Jugendsekretär der IG Metall Siegen, daher müsse klar geregelt sein, dass alle Lehr- und Lernmittel, die zur Erreichung des Ausbildungsziels erforderlich sind vom Betrieb zu übernehmen sind. Auf diese und weitere Forderungen wurde bei der Stadtaktion durch die Gewerkschaftsjugend kreativ aufmerksam gemacht. So gab es beispielsweise ein Bodenpuzzle, dessen Rahmen die aktuell im Gesetzesentwurf vorgesehene Mindestausbildungsvergütung von 515 € im ersten Ausbildungsjahr darstellte. In diesen passten nicht alle Puzzleteile, die die wichtigsten Grundbedürfnisse für ein gutes Leben darstellten. „Es ist unser Erfolg, dass das Thema Mindestausbildungsvergütung gesetzt wurde. Allerdings muss sie sich an der durchschnittlichen tariflichen Vergütung bemessen – nicht an der tatsächlichen, wie es der Gesetzesentwurf vorsieht“, erklärt Svenja Thelen dazu. Auch auf die Rückkehrpflicht nach der Berufsschule in den Betrieb wurde bildlich aufmerksam gemacht. Die Forderung: „Nach der Schule ist die Luft raus – drum geh’n wir all‘ nachhaus.“

 

 

Gewerkschaftsjugend war für Verbesserungen in der beruflichen Bildung unterwegs

Gewerkschaftsjugend war für Verbesserungen in der beruflichen Bildung unterwegs DGB-Jugend Siegen-Wittgenstein


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