Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 016/2021 - 06.12.2021

DGB bringt Kampagne „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch!“ auf die Straße

Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen und privatisierten Sektor hört nicht von alleine auf

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) macht nun auch im Hochsauerlandkreis mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne auf ein wichtiges Thema aufmerksam – Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen und privatisierten Sektor. „2019 erreichte die Zahl von Angriffen auf Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte einen neuen Negativrekord. Übergriffe auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahn haben sich in wenigen Jahren fast verdreifacht und auch viele Beschäftigte im Dienst der Gesellschaft fühlen sich im Berufsalltag nicht mehr sicher“, erläutert der DGB-Kreisverbandvorsitzende Dietmar Schwalm die Situation.

Um das Anliegen in die Öffentlichkeit zu bringen und eine hohe Aufmerksamkeit zu erreichen, hat der DGB zudem im Stadtgebiet Arnsberg an zwei markanten Stellen Kampagnen-Banner aufgehängt.

Der DGB-Kreisverband Hochsauerlandkreis will mit seiner Kampagne sensibilisieren. „Die täglichen Erfahrungen unserer Kolleginnen und Kollegen sprechen eine deutliche Sprache. Verbale Entgleisungen, psychische und physische Gewalt sind für die Beschäftigten, die unsere Gesellschaft tagtäglich stützen, längst keine Seltenheit mehr. Die Ursachen für Übergriffe sind vielfältig und das Miteinander im öffentlichen Raum ist rauer geworden“, sagt der Gewerkschafter.

Betroffen sind neben den Bereichen Polizei und Bahn auch Rettungskräfte, Feuerwehrleute, Beschäftigte der Ordnungsämter, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von öffentlichen Verkehrsbetrieben und Entsorgungsunternehmen, Lehrerinnen und Lehrer, Beschäftigte in Jobcentern, Bürgerämtern, Bädern, bei Gerichten und in Justizvollzugsanstalten.

Respektlosigkeiten und Übergriffe werden nur unzureichend statistisch erfasst. 2019 sind Straftaten gegenüber Polizeivollzugs- und Rettungskräften erneut angestiegen. Während 2018 bereits mit 85.151 Straftaten ein Negativrekord erreicht worden war, stiegen die Übergriffe 2019 auf 88.360 an.

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften nehmen diese Entwicklung seit geraumer Zeit mit wachsender Besorgnis zur Kenntnis. Immer wieder haben sie das Thema auf die politische Agenda gesetzt. „Es hat sich für uns gezeigt, dass es noch mehr und stetiger öffentlicher Aufmerksamkeit und Sensibilisierung bedarf. Daher bringen wir unsere Kampagne auf die Straße, denn Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen und privatisierten Sektor hört nicht von allein auf“, so Dietmar Schwalm.

 

 

DGB bringt Kampagne „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch!“ auf die Straße

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DGB-Kreisverband HSK


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