Deutscher Gewerkschaftsbund

PM PM 015/22 - 14.09.2022
Gemeinsame Fahrt aus Südwestfalen und Köln:

DGB-Jugend auf politischer Bildungsreise in Berlin

Die DGB-Jugendbildungsreferent*innen Björn Eckert (links) und Laura Knöchel (rechts) bei der Übergabe des Ausbildungsreportes der DGB-Jugend an MdB Laura Kraft (mitte)

Die DGB-Jugendbildungsreferent*innen Björn Eckert (links) und Laura Knöchel (rechts) bei der Übergabe des Ausbildungsreportes der DGB-Jugend an MdB Laura Kraft (mitte) DGB

Am vergangenen Wochenende war die DGB-Jugend Südwestfalen gemeinsam Gewerkschaftsjugendlichen aus Köln auf politischer Bildungsreise in Berlin. Den Schwerpunkt dieser Fahrt bildete der Einfluss der Arbeiter*innenbewegung auf die deutsche Politik im Wandel der Zeit. Neben politischen Inhalten sollte auch der Vernetzungscharakter zwischen den Ehrenamtlichen nicht zu kurz kommen.

Auf dem Programm stand unter anderem ein Besuch bei der heimischen Bundestagsabgeordneten Laura Kraft, die als Obfrau im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technologiefolgenabschätzung genau die richtige Ansprechperson ist, wenn es um Themen der (Aus-)Bildung geht. Laura Kraft nahm sich viel Zeit für die Fragen der Gewerkschaftsjugend und diskutierte unter anderem über die letzte Bafög-Reform, die Probleme im dualen Studium, Fragen der Finanzierung von Wissenschaft und Forschung und natürlich die Herausforderungen in der dualen Berufsausbildung.

Die DGB-Jugendbildungsreferent*innen aus Köln und Siegen, Laura Knöchel und Björn Eckert, überreichten der Abgeordneten ein Exemplar des kürzlich erschienenen Ausbildungsreports der DGB-Jugend. „Wer Fachkräfte will, muss gute Ausbildungsbedingungen bieten“, sagt dazu Laura Knöchel. „Gerade in Branchen, die für einen rauen Umgangston und für Mängel in der Ausbildung bekannt sind, haben es die Arbeitgeber selbst in der Hand, neue Auszubildende zu finden. „Wenn die Ausbildungsqualität dürftig ist, spricht es sich unter den jungen Menschen eben rum“, so Knöchel. Ebenso sei es „kein Ausweis von Attraktivität“, wenn fast die Hälfte der Azubis im letzten Ausbildungsjahr noch immer nicht wissen, ob sie übernommen werden. „Wer seine Ausbildung erfolgreich absolviert, muss auch übernommen werden: Im ausgebildeten Beruf, wohnortnah, Vollzeit und unbefristet“, ergänzt Björn Eckert. „Selbst von den Befragten, die übernommen wurden, erhält fast ein Drittel nur eine befristete Stelle und wird meist nur für ein Jahr eingestellt."

Angesichts der Lage auf dem Ausbildungsmarkt fordert die Gewerkschaftsjugend eine gesetzliche Ausbildungsgarantie, die durch eine Umlagefinanzierung aller Unternehmen finanziert wird. „Wir hoffen, dass die Regierung hier zeitnah liefert, und tun alles was wir können, um dieses Ziel zu erreichen.“ so Eckert weiter.

Ein weiterer Programmpunkt an dem Wochenende war ein Besuch der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Der Schwerpunkt des dortigen Seminars war der Widerstand gegen den Nationalsozialismus aus Reihen der Arbeiter*innenbewegung.

Die jungen Gewerkschafter*innen aus Siegen-Wittgenstein, Olpe, dem Hochsauerlandkreis und Köln erfuhren dort, wie sich Gewerkschaftsmitglieder bereits zu Beginn gegen den Nationalsozialismus und seine menschenfeindliche Ideologie zur Wehr setzten. Viele Gewerkschafter*innen wurden aus diesem Grund nach der nationalsozialistischen Machtübernahme verfolgt und festgenommen. Einigen gelang die Flucht ins Ausland, wo sie den Kampf gegen den Nationalsozialismus fortsetzen. „Auch heute ist der Kampf gegen Faschismus, Antisemitismus, Rassismus und jede Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit fest in unserer DNA als Gewerkschaftsjugend verankert. Niemals wieder - dafür kämpfen wir auch hier in Südwestfalen.“

Natürlich durfte bei so einer Bildungsreise auch der Spaß und die Vernetzung untereinander nicht zu kurz kommen. Neben einer Stadtrallye zu verschiedenen Stationen des politischen Berlins stand auch ein Besuch des Berlin Dungeon auf dem Programm.

Die Gewerkschaftsjugenden aus Südwestfalen und Köln bei ihrem Besuch in Berlin mit Laura Kraft, MdB

Die Gewerkschaftsjugenden aus Südwestfalen und Köln bei ihrem Besuch in Berlin mit Laura Kraft, MdB DGB


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