Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 003/2019 - 05.02.2019

Diskussion um Gewerbeflächenentwicklung im Blick

Wilnsdorf: Bürgermeisterin erhält Post vom DGB

Aktuell ist die Bezirksregierung Arnsberg - im Auftrag des Regionalrates - dabei, den Regionalplan für die Kreise Siegen-Wittgenstein, Olpe und den Märkischen Kreis fortzuschreiben. Dabei geht es unter anderem auch um die Bereitstellung von Gewerbeflächen. „Die Diskussion darüber wird überall hoch emotional geführt, nicht nur in den kommunalen Gremien sondern auch in der Bevölkerung insgesamt“, stellt Siegen-Wittgensteins DGB-Chef, Ingo Degenhardt fest.

Für den Gewerkschafter ist auch klar, dass hier unterschiedliche Meinungen zwischen Politik, Verwaltung und Teilen der Einwohnerschaft vorherrschen. Zudem hat auch die Wirtschaft ihre Positionen. Aus Sicht des Deutschen Gewerkschaftsbundes gibt es ebenfalls Interessen, die es aus Sicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einzubringen gilt.

Nach den jüngsten Presseberichten zu den Suchräumen für Gewerbegebiete in Wilnsdorf hat sich Degenhardt nun in einem Schreiben an die Bürgermeisterin, Christa Schuppler, gewandt, in dem er dafür wirbt „jede Chance zu nutzen, neue zukunftsträchtige Arbeitsplätze in der Region anzusiedeln.“ Weiter heißt es in dem Schreiben, welches auch in Kopie an die Vorsitzenden der Gemeinderatsfraktionen versandt wurde: „Unsere guten Ausbildungs- und Arbeitsplatzzahlen, gerade auch in der Gemeinde Wilnsdorf, sprechen dafür, eine solche Politik fortzusetzen, weil sie auch Arbeitnehmerinteressen dient. Zudem stellen der Erhalt von Unternehmensstandorten, neue Gewerbeansiedlungen und somit die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen, die Grundlage für die Stabilität einer Region dar. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer, der Grundsteuer und der Einkommenssteuer sind wichtige Grundpfeiler unserer kommunalen Haushalte und tragen wesentlich dazu bei, eine Region attraktiv aufzustellen, die notwendige Infrastruktur bereitzustellen und die öffentliche Daseinsvorsorge sicherzustellen.“ 

Daher wirbt der DGB in den Kommunen der Region dafür, alle Chancen zu nutzen, denkbare Flächen für Gewerbe und Industrie zunächst unvoreingenommen der Bezirksregierung vorzuschlagen.
Degenhardt: „Arbeits- und Ausbildungsplätze sind eine wichtige Grundlage für die Stabilität eines Wirtschaftsraumes. Die Attraktivität und die Zukunft unserer Region hängen auch von der Erschließung weiterer notwendiger Gewerbegebiete und der interkommunalen Zusammenarbeit auf diesem Gebiet ab. Gutes Leben und Arbeiten im Siegerland, das muss die Maxime aller beteiligten regionalen Akteure sein. Grabenkämpfe und Kirchturms Denken werden uns nicht weiterhelfen und vor allem nicht an der wirtschaftlichen Spitze in NRW und in Deutschland halten. 

Degenhardt appelliert in seinem Schreiben an die Bürgermeisterin: „Werben Sie in Ihrem Gemeinderat dafür, ohne Vorbehalte zum jetzigen Zeitpunkt die vier vom Gutachter benannten Flächen für das beginnende Regionalplanverfahren vorzuschlagen.“ Es scheint wichtig zu sein, alle möglichen Flächen genau unter die Lupe zu nehmen, damit sich am Ende des Verfahrens die Verantwortlichen für die besten Lösungen entscheiden können und das aus ökologischen, ökonomischen und vor allem auch sozialen Erwägungen heraus. 

Als Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes für die Region Südwestfalen wirkt Ingo Degenhardt seit kurzem auch im Regionalrat der Bezirksregierung Arnsberg mit beratender Stimme an den Diskussionen und Entscheidungen mit.

 

Nach oben

Direkt zu ihrer Gewerkschaft

Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis