Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 013/22 - 26.08.2022

DGB Vorstand Stefan Körzell zu Besuch bei der Kreisbahn Siegen-Wittgenstein

Wettbewerbsbedingungen im Güterverkehr verbessern

Die politischen Rahmenbedingungen für die Mobilitätswende in der Region Südwestfalen müssen dringend verbessert werden. Das wurde beim Besuch von DGB-Bundesvorstandsmitglied Stefan Körzell bei der Kreisbahn Siegen Wittgenstein im Gespräch mit Geschäftsführung, Betriebsrat und örtlichen Gewerkschaftsvertretern deutlich. „Wenn wir es mit der Mobilitätswende ernst meinen, müssen in den nächsten Jahren mehr Güter auf die Schiene. Dafür braucht es mehr gut ausgebildetes Personal in tarifgebundener Beschäftigung, massive öffentliche Investitionen und eine stabile Finanzierung. Das ist mit einer Politik der Schwarzen Null nicht vereinbar“, so Körzell.
In dem zweistündigen Austausch wurde deutlich, welchen Mehrwert und welche CO2-Reduzierung der Transport von Gütern auf der Schiene gegenüber LKW-Transporten allein für die Umwelt mit sich bringt. Für eine ernst gemeinte und politisch gewollte Mobilitätswende müssen die Wettbewerbsbedingungen im Güterverkehr dringend verbessert werden.

„Die Eisenbahnverkehrsunternehmen sind gewillt ihren Beitrag zur Erreichung der bundesdeutschen Umwelt- und Klimaschutzziele zu leisten, dabei allerdings auch auf geeignete Rahmenbedingungen angewiesen, die nun einmal durch die Politik gesetzt werden. Der längst überfällige Ausbau von Ruhr-Sieg- und Siegstrecke, eine zeitnahe Bearbeitung von Förderanträgen für Infrastrukturmaßnahmen nichtbundeseigener Eisenbahnen, ein Ende der überbordenden Marktzugangs- und Überwachungsbürokratie durch die europäische Kommission und die Entlastung des umweltfreundlichsten Landverkehrsträger bei den Energieumlagen sowohl im Strom als auch im Mineralölbereich sind dringend erforderlich. Es gibt also noch viel zu tun für alle Beteiligten und das Ziel eines größeren Anteils der Schiene am volkswirtschaftlichen Gesamtverkehrsaufkommen ist nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung zu erreichen“, sagt Christian Betchen, Geschäftsführer, KSW Kreisbahn Siegen-Wittgenstein GmbH.

Zuvor hatte sich Stefan Körzell in Lüdenscheid vor Ort ein Bild von den Auswirkungen der Sperrung der Rahmedetalbrücke auf den wichtigen südwestfälischen Wirtschaftsstandort gemacht. „Lange wurde die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland vernachlässigt – dies ist jetzt zum Standortrisiko für Wirtschaft und Beschäftigung entlang der A45 zwischen Dortmund und Gießen geworden“, sagt Stefan Körzell und ist sich mit dem südwestfälischen DGB Regionsgeschäftsführer Ingo Degenhardt einig: „Die A45 ist ein Stützpfeiler für einen starken Wirtschaftsraum und für sichere Arbeitsplätze.“

( v.l.: Jan Krüger (DGB), Jürgen Weiskirch (ver.di), Martin Stuber (DGB), Sükrü Acar (Betriebsrat KSW), Stefan Körzell (DGB), Christian Betchen (Geschäftsführer KSW), Ingo Degenhardt (DGB)

v.l.: Jan Krüger (DGB), Jürgen Weiskirch (ver.di), Martin Stuber (DGB), Sükrü Acar (Betriebsrat KSW), Stefan Körzell (DGB), Christian Betchen (Geschäftsführer KSW), Ingo Degenhardt (DGB) DGB


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