Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 002/2021 - 03.03.2021

Internationaler Frauentag 2021

Aktiv und kreativ - das Aktionsbündnis Frauenarbeit Siegerland 8. März, 13.30 – 14.30 Uhr, Kreisklinikum Siegen, Weidenauer Straße 76, 57076 Siegen

Traditionell macht das Aktionsbündnis Frauenarbeit Siegerland anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März auf Missstände aufmerksam. „In diesem Jahr geht das leider nicht mit einer schönen Veranstaltung wie in der Vergangenheit, doch was geht, wollen wir gerne ausschöpfen“, so die Initiatorinnen. „Ein Jahr nach Beginn der Pandemie und zum Internationalen Frauentag ist es an der Zeit den Frauen „DANKE“ zu sagen!“, erklärt Sandra Grimm (DGB Südwestfalen).

„Unter Einhaltung der AHA-Regeln - mit Abstand, Hygiene und Atemschutzmasken - präsentieren wir am 8. März von 13.30 – 14.30 Uhr unsere „Wunschwiese“ am Kreisklinikum Siegen, Weidenauer Straße 76, 57076 Siegen. Dafür haben die Frauen erarbeitet, was sie sich für die Zukunft wünschen – im Umgang mit den Männern, für die Karriere und die Familie. Das Ergebnis wurde mit kreativem Geschick umgesetzt, um es am Internationalen Frauentag der Öffentlichkeit vorzustellen. Zeitgleich wird auch ein Video ins Netz gestellt, das auf den Internetseiten des DGB Südwestfalen - suedwestfalen.dgb.de und bei ver.di Südwestfalen - suedwestfalen.verdi.de zu sehen ist“, so Tanja Krönert, die Vorsitzende des Frauenrates ver.di-Südwestfalen.

Für Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt ist der 8. März ein bedeutendes Datum. Dieser Tag gilt als Internationaler Frauentag und erinnert international an den ersten Frauentag 1911, als sich in verschiedenen Ländern mutige Frauen versammelten, um ihr Wahlrecht einzufordern. Lautstark machten sie ihren Anspruch auf soziale, gesellschaftliche und politische Gleichberechtigung geltend und verwiesen schon damals auf ihre erheblichen Leistungen als berufstätige Frauen und Mütter.

Heute schauen wir auf ein Jahr Corona-Pandemie zurück. Dieses Jahr hat uns allen viel abverlangt, aber vor allem auch den Frauen. Sie haben in systemrelevanten, oft schlecht bezahlten Berufen im Krankenhaus, auf der Intensivstation, im Pflegeheim und an der Supermarktkasse während der Krise unsere Grundversorgung sichergestellt. Gleichzeitig waren sie es – die noch mehr als sonst – unbezahlte Sorgearbeit zu Hause geleistet haben. Schieflagen in der Geschlechtergerechtigkeit wurden besonders deutlich. Frauen sind mit Einkommenseinbußen konfrontiert durch Freistellung, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit. Auf den Schultern der Frauen lasten hohe Gesundheitsrisiken, wachsender finanzieller Druck, zusätzlicher Betreuungsaufwand und vermehrte Arbeit im Haushalt.

Es ist an der Zeit den Frauen für ihren Einsatz für das Allgemeinwohl und die Grundpfeiler unserer Gesellschaft zu danken! Dank reicht jedoch genauso wenig wie der Applaus. Vielmehr muss diese Anerkennung in eine Vision und in konkrete Politik für eine geschlechtergerechtere Gesellschaft münden, in denen Systemrelevanz die Anerkennung, Zeit und Entlohnung bekommt, die ihr gebührt. Info: suedwestfalen.dgb.de und suedwestfalen.verdi.de.

Am Bündnis beteiligt sind der DGB Kreisverband Siegen-Wittgenstein, ver.di Südwestfalen, die IG Metall Siegen-Wittgenstein, die DGB-Jugend, die Junge GEW NRW, Competentia -Kompetenzzentrum Frau und Beruf Siegen-Wittgenstein/Olpe, das Büro der Gleichstellungsbeauftragten der Uni Siegen, das Netzwerk Hochschulsekretariat der Uni Siegen sowie WO*MEN Autonomes Feministisches Referat der Uni Siegen.


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