Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 004/21 - 29.04.2021

1. Mai 2021 in Siegen – Solidarität ist Zukunft

kleine Corona-konforme DGB Kundgebung auf der Siegbrücke

Unter dem Motto „Solidarität ist Zukunft“ organisiert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in diesem Jahr eine kleinere Kundgebung auf der Siegbrücke.

Dazu sagt Siegen-Wittgensteins Kreisverbandsvorsitzender Ingo Degenhardt: „Nach langen und ausführlichen Überlegungen haben sich DGB und Einzelgewerkschaften entschlossen im zweiten Pandemie-Jahr eine Kundgebung am Tag der Arbeit zu organisieren. Wir treffen uns mit einer geringen Teilnehmer*innen-Zahl, in enger Abstimmung mit den Behörden und unter strikter Einhaltung der Hygiene- und Schutzvorschriften.“ 

Nach einem ausschließlich digitalen 1. Mai im vergangenen Jahr wollen die Gewerkschaften mit Corona-konformen und kleineren Veranstaltungen in der Öffentlichkeit Stärke zeigen, ihre Forderungen an die Politik kommunizieren und deutlich machen, dass sie für die Menschen in unserem Land aktiv sind. „In diesem Jahr wollen wir wieder auf die Straßen und Plätze gehen - und das ohne Demonstrationszug, mit einer geringen Teilnehmer*innen-Zahl, ohne Kinderbelustigung und ohne Bewirtung. Der Gesundheitsschutz unserer Kolleginnen und Kollegen ist uns dabei ganz wichtig. Der diesjährige Maifeiertag wird daher kein Tag von Großkundgebungen. Wir wollen aber präsent sein und zeigen, dass Demokratie auch unter Pandemiebedingungen funktioniert. Für uns gilt: Mit Abstand Demokratie stärken! Unsere Demonstrationsfreiheit und unsere öffentlichen Plätze werden wir nicht denen überlassen, die krude Verschwörungstheorien und rechtes Gedankengut verbreiten. Wir stehen für die Stärkung unseres demokratischen Systems. Niemand darf das Gefühl haben, dass die eigenen Bedürfnisse in der aktuellen Situation keine Rolle spielen. Wir haben uns von Beginn an für eine solidarische Krisenpolitik eingesetzt, um die Folgen der Pandemie für alle abzumildern und niemanden allein zu lassen. Dies tun wir auch weiterhin. Solidarität heißt Zukunft bedeutet für uns auch, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit ihren Familien nicht am Ende der Krise die Zeche bezahlen“, so der Gewerkschafter. 

Die Corona-Pandemie hat nicht nur viele Missstände sichtbar gemacht, sie hat auch gezeigt, wie wichtig die Solidarität untereinander ist. DGB, Gewerkschaften und die vielen Betriebs- und Personalräte mussten äußerst schnell auf politische Entscheidungen und Maßnahmen reagieren. Degenhardt: „Hierzu werden auf unserer Kundgebung Kolleginnen und Kollegen aus den Betrieben und aus der Gewerkschaftsjugend über ihre alltäglichen Erfahrungen berichten“. 

Neben dem Blick auf die Corona-Situation nehmen die Gewerkschaften auch die bevorstehende Bundestagswahl in den Blick. „Hier fordern wir die demokratischen Parteien auf, einen Aufbruch in eine bessere, gerechtere und sichere Zukunft mitzugestalten. Mitbestimmung und Tarifbindung werden dabei aus unserer Sicht eine wichtige Rolle spielen. Mitbestimmung ist gelebte Solidarität, ihr Wert wird vielen erst jetzt in der Krise bewusst“, sagt der Gewerkschafter. 

Abschließend macht der DGB darauf aufmerksam, dass die Kundgebung ohne den traditionellen Demonstrationszug, ohne Kinderbelustigung und ohne Bewirtung stattfindet. Um mit den notwendigen Abständen zwischen den Kundgebungsteilnehmern die Sicherheit und den Gesundheitsschutz zu gewährleisten, sind die Veranstaltungsfläche und die Teilnehmerzahl begrenzt. Informationen dazu gibt es unter: www.suedwestfalen.dgb.de

 


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